Evangelisch-methodistische Kirche

Region Süd-Ost-Thüringen

Bischof

Harald Rückert 

Porträt


Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche Bildautor und Copyright: Volker Kiemle, EmK-Öffentlichkeitsarbeit

Gemeinden

Evanglisch-methodistische Gemeinden in unserer Region 

Monatsspruch Juni:

Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt. Hebr 13,2


   N. Schwarz © GemeindebriefDruckerei.de

Andacht

Diese Worte erreichen uns aus einer Zeit, die nicht weniger angespannt war als unsere. Menschen hören Zuspruch, Ermutigung und Ermahnung. Sie haben Zweifel. Viele haben Angst. Sie fragen sich, wie wir: ,,Was hat das alles zu bedeuten?"
Ihre Lebenszeit steht im Zeichen des Wandets. Politische Gegebenheiten brechen
zusammen. Was als unerschütterlich galt, ist in einem Wimpernschlag verschwunden. Ihr Rechtssystem ändert sich, Herrscher kommen und gehen, fremde Völker tauchen auf, während Vertrautes verloren geht. Und zu allem Überfluss ändert sich auch die
Glaubenswelt. Was ist wahr? Worauf kann ich mich vertassen? Welche 0ffenbarung hat Bestand? Welcher Gottist der richtige? Daran hängen ganze Weltdeutungen: welche Rolle haben die Frauen? Darf es Sklaverei geben? Ist die Erde hinter den Bergen zu Ende oder ist sie gar eine Kugel? Wen darf ich lieben? Welchen Wert hat eine Ehe?
Es ist zweifellos turbulent. Es ist auch gefährlich. Jedenfalls beängstigend.
Manche sind reich genug, um Sicherheiten zu kaufen. Die Armen treffen die Sorgen
ungehemmt. Der Brief an die Hebräische Gemeinde ist eine Predigt in dieser Zeit. Sie sagt vieles.
Berühmt und fast ohne Widerspruch geltend, ist das Wortvon der Gastfreundschaft.
Es ist so schwer, gastfreundlich zu sein, wenn die Welt unsicher ist. Das wissen wir nur zu gut. Fremde haben es nicht leicht in diesen Zeiten. Es gibt so viel zu verlieren. Wir werden erinnert, ermahnt, belehrt. Wir haben es nötig. Aber nützt es was? Manche von uns sind tapfer. Sie halten dieTüren für Gäste und Engel offen. Anderen fehlt der Mut oder die Kraft. Deshalb: Gastfreundschaft gilt auch für Gedanken. Es könnte sein, dass heute nichts wichtiger ist als das eine: "Vergesst die Gastfreundschaft nicht!" Erinnert sie, haltet den Gedanken in euren Herzen wach, gewährt ihm in Eurer Seele Gastfreundschaft, auch wenn wir gerade nicht gastfreundlich zu sein vermögen. Es soll sie weiter in unserem Herzen geben, denn sie ist wichtig, weiI sie die Welt zu einem warmen Ort macht. Erst durch Gastfreundschaft ist Menschlichkeit zu Gast in unserem Leben. Erst durch
Gastfreundschaft erkennen wir die Vietfättigkeit des Lebens.
Auch wir werden jetzt im Sommer an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlichen Herzen zu Gast sein. Ich wünsche mir und uns, dass wir Menschen begegnen, die den Gedanken der Gastfreundschaft in ihrer Seele tragen, damit es sie gibt, die warmen 0rte in unserer Welt. So soll es sein.

Christine Meyer-Seifert, Pastorin, Zwickau

»»Wir müssen uns selbst annehmen können,
um andere an- und aufnehmen zu können. «

Jahreslosung 2018

 Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. 

Offenbarung 21,6 (L)



   Copyright: B. Pitz  

Die Losung heute