Ev.-meth. Kirche

Region Süd-Ost-Thüringen Schleiz

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Evanglisch-meth. Gemeinden in unserer Region stellen sich vor 

Höhepunkte

OJK Konferenz

in Chemnitz

17.05.-21.5.


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Andacht

Monatsspruch Mai:

„Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt." (Kol 4,6)

Miteinader

Das Bild zeigt einen Pass in den schottischen Highlands. Dieser ist Teil einer Strecke, welche von Glasgow aus durch einen Nationalpark an die Westküste führt. Am höchsten Punkt, etwa auf der Mitte der Strecke habe ich dieses Foto während eines Kurzurlaubs mit meiner Frau im vergangenen Herbst aufgenommen.

Dieser Pass wurde von alters her von Reisenden genutzt, insbesondere auch von Viehtreibern, die ihre Rinderherden aus Argyll zu den Bauernmärkten der Lowlands führten. Mit dem Ausbau der Strecke zu einer Straße entstand auf der Passhöhe eine steinerne Sitzbank mit der Aufschrift „Rest and be thankful“, von der der Pass seinen Namen erhielt. Zu Deutsch: „Raste und sei dankbar“. Eine Einladung, die wir an diesem Ort gerne annahmen. Das war ganz leicht und angenehm, im Urlaub nach dieser schönen Autofahrt durch den Nationalpark zu rasten, den Ausblick zu genießen und dankbar zu sein. Schwerer fiel es bestimmt den Viehtreibern damals, die nur mit viel Anstrengung oben ankamen und unter Zeitdruck weiter mussten. Aber umso wichtiger waren für sie die Rast und der Dank.

Im Alltag ist das oft viel schwerer umzusetzen. Es ist aber für uns immer wieder hilfreich und tut gut, diese Aufforderung zu erhalten und danach zu leben. Rast und Dank sind wichtig. Da kam mir dort oben noch ein afrikanisches Sprichwort in den Sinn: „Danken heißt, sich vor Gott hinsetzen und sich freuen.“ Das ist manchmal einfach nötig und tut gut, auch wenn anderes drängt. Meine Seele braucht hin und wieder einfach Ruhe, um neue Kräfte zu sammeln: z.B. schöne Musik, einen Spaziergang, einen Tag im Bett oder ein gutes Gespräch. Es braucht in aller Anstrengung ruhige Zeiten, in denen neue Kreativität wächst. Die Theologin Dorothee Sölle formulierte: „Im Nichtstun ereignet sich höchste Aktivität, wenn ich im Ausruhen, Erholen, Genießen das Staunen über das ‚Gut-Sein aller Dinge‘ bis in die Zehenspitzen fließen lasse.“ – Warum gönne ich mir das eigentlich so selten? Das wünsche ich mir auch für unsere Gemeinden, dass sie Orte sind, an denen wir rasten und dankbar sein können, staunen und uns über Gott freuen. Dass man bei uns etwas von der Einladung Jesu spüren und erfahren kann:

„Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch abmüht und belastet seid! Bei mir werdet ihr Ruhe finden.“ (Mt 11,28)

Ihr/Euer Pastor Jeremias Georgi

Jahreslosung 2017

Die Jahreslosung 2017 stammt aus dem Buch des Propheten Hesekiel:


 „Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ 

(Hesekiel 36,26). 



  (c) B. Pitz  


Lasst uns dafür beten, dass gebrochene Herzen wieder heil werden und Gottes erneuernde Kraft spürbar wird.


Die Losung heute