Evangelisch-methodistische Kirche

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3. Juni Sitzung

des Bezirksvorstandes

 19.00 Uhr in

 Bad Lobenstein

Monatsspruch Mai

Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!
1.Petr 4,10 (E)


Liebe Leser und Leserinnen, liebe Schwestern und Brüder,

„Du hast einen weiten Weg vor dir,“ bekommt Elia gesagt. Für diesen Weg braucht er Stärkung: Brot und Wasser. Ganz elementar. Er hatte nach seinem Wirken und Kämpfen für Gott keine Kraft mehr, zog sich in die Wüste zurück und wollte sterben. So lesen wir es in 1. Könige 19. Aber Gott überlässt ihn nicht sich selbst. Er weiß darum, dass Elia sich verausgabt hat, niedergeschlagen, mutlos, depressiv, ausgebrannt ist. Gott gönnt ihm Ruhe und sorgt für das Lebensnötigste: Brot und Wasser und einen Engel, der ihn berührt und aufweckt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Essen, trinken, Berührung , wach werden und wieder schlafen können. Und wieder kam der Engel, berührte ihn, gab Essen und Trinken. Und diesen Hinweis: „Du hast einen wieten Weg vor dir.“ Kein Ziel, keine wirkliche Aufgabe, nur das Wissen: loszugehen , ausdauernd, sich auf den Weg einlassen. Vierzig Tage und vierzig Nächte ging Elia durch die Wüste.

Wie lange vierzig Tage sind, das wissen wir jetzt ganz gut. Wie lang sie einem vorkommen, wenn vierzig Tage keine anderen Menschen getroffen werden können, als die, mit denen man zusammenlebt. Wie gut, dass da jemand ist, mit dem die Wohnung geteilt wird. Wie einsam, wenn da kein anderer/keine andere ist. Wie wurden einige in diesen Tagen auf sich selbst geworfen, waren Ängsten ausgeliefert, unsicher, wütend, traurig, allein. Das arbeitet in dir. Das verändert dich und mich. Da frage ich mich, was gibt mir Kraft? Woher kommt mir Hilfe? Was lässt mich aushalten? Habe ich Hoffnung , Zuversicht, Glaube?

Elia ging vierzig Tage und vierzig Nächte. Es hat in ihm gearbeitet. Er hat sich verändert. Er sah sich anders, besonders Gott nahm er nach diesen vierzig Tagen und vierzig Nächten ganz neu wahr. Der eifernde Elia, der Feuer regnen ließ, entdeckt nun, dass Gott nicht im Beben, Wüten, Feuer oder Sturm ist, sondern im stillen sanften Säuseln auf dem Berg, im Atemholen , in der Ruhe und Stille. Verrückt. Um das zu entdecken, war ein langer Weg nötig. Nicht nur die vierzig Tage und Nächte im Gehen, sondern auch der Zusammenbruch davor gehört dazu. Als Elia sich selbst aufgab, konnte der Engel ihn berühren, wach machen und stärken. Was entdecken wir nach diesem Zusammenbruch, in dem wir uns wiederfinden? Können wir uns und erst recht Gott in und nach der Krise neu wahrnehmen? Begreife ich, welcher weite Weg noch vor uns liegt, um das stille sanfte Säuseln, den Atem der Schöpfung, die Ruhe Gottes nicht nur wahr-sondern auch als Weg und vielleicht Ziel anzunehmen?

Eines weiß ich: Nicht mehr zurück will ich in Machbarkeitswahn, schneller, höher weiter, bei anderen Schuld suchen, Mitmensch und Gott und Schöpfung vergessen. Doch wie lange wird diese Gewissheit anhalten? Habe ich sie verinnerlicht: die Stille, das Sanfte, Gottes Atem? Oder renne ich wie Elia dann schnell wieder los, eifernd, aktionistisch, raumgreifend, als hätte es Zusammenbruch und Besinnung und Gott ganz neu nicht gegeben?

Katrin Schneidenbach


Jahreslosung 2020

Ich glaube;

hilf meinen Unglauben
Markus 9,24


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Die Losung heute

Bischof

Harald Rückert 

Porträt


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